Samstag, 24. Juni 2017

Tischtennis spielen und Laufen - für mich ein Wunder Gottes!





(Dem folgenden  Text liegt im Wesentlichen obiger Artikel aus Geist bewegt zugrunde)


1. Diagnose und Krise 

Schichtaufnahmen brachten es ans Licht: Das linke Hüftgelenk von Bernhard Röckle ist am Absterben. Das stellte der zuständige Oberarzt im Leonberger Kreiskrankenhaus Anfang Dezember 1988 fest.

      Röckle, damals Pastor in Geislingen und inzwischen Vorsitzender des Gemeindeverbandes der Volksmission, war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt.
   In einem Brief an seinen Hausarzt hieß es: „Es zeigt sich ein ‘teilweiser Gewebetod’ (Teilnekrose) des Hüftkopfs mit beginnender Verschmälerung des Gelenkspaltes.“ Und weiter: „Eine operative Therapie ist bei dem jugendlichen Patienten zur Zeit nicht angezeigt; zum Beispiel ein künstliches Hüftgelenk, eine Knochenmarksauffüllung des Hüftkopfes erscheint ebenfalls sinnlos, da die Knorpelflächen zerstört sind."


   Die Ursache der Erkrankung war laut Professor Scherer, Leiter der chirurgischen Abteilung, unbekannt. Er empfahl dem jungen Mann im März 1989 noch einmal zum Röntgen zu kommen, vielleicht könne er mit Professor Holz, dem Chefarzt der Chirurgie und Orthopädie im Katharinenhospital, sprechen und seinen Fall in Tübingen als „Lehrbeispiel“ vorstellen.
 
2. Kampf und Ermutigung


Am 27.12.1988 bekam Bernhard Röckle Beschwerden am linken Bein, die von Stunde zu Stunde stärker wurden. Ab dem 28.12.1988 konnte er nur noch mit größter Mühe gehen und beschloss zu beten und zu fasten, bis Heilung eintritt

Am 29.12.1988 war es mir nicht mehr möglich, aufzutreten. Meine Frau Eva betete mit mir. Wir salbten das Bein mit Öl und ich bat Herbert Ros, einen befreundeten Pastor, um Gebetsunterstützung. Bis zum Abend war noch keine Besserung eingetreten und ich erwog, meine Predigtdienste für den 31.12.1988 und 1.1.1989 an Älteste abzugeben.“
Am 30.12.1988 feierte ich mit meiner Frau das Abendmahl. Unter großen Qualen habe ich den Silvesterabend-Gottesdienst im Sitzen abgehalten. Die Gemeinde betete für mich. Als Jahreslosung zog ich: Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand
Am 1. Januar 1989 konnte ich nicht zum Gottesdienst gehen. Einen Tag später ließen die Schmerzen im Bein nach und ich konnte wieder die morgendliche Gebetsstunde besuchen.

Am 3.1.1989 hatte ich den dritten Fastentag hinter mir und das Bein wurde von Tag zu Tag besser.

Ich erbat mir vom Herrn ein Wort und schlug willkürlich die Bibel auf. Mein Blick fiel auf:Vielfältig ist das Unglück des Gerechten, aber aus dem allen errettet ihn der Herr. Er bewahrt alle seine Gebeine nicht eines von ihnen wird zerbrochen. (Psalm 34,20) Dies empfand ich als eine starke Ermutigung!


3. Ärzteurteil, Heilungsglaube und Gebet


"Eine erneute Röntgenkontrolle Anfang April 1989 zeigte „eine ausgeprägte Hüftkopfnekrose links, wobei es sich unseres Erachtens nicht um ein Rezidiv handelt. Der Patient ist jetzt subjektiv relativ beschwerdefrei. Wir möchten Herrn Röckle vorstellen mit der Frage, ob bei Zunahme der Beschwerden der Ersatz des Hüftgelenks durch ein künstliches angezeigt ist. Ein kopferhaltendes Vorgehen kommt unseres Erachtens beim jetzigen Befund nicht in Frage.“    
   Der Oberarzt schilderte Bernhard Röckle auch sehr eindrücklich, dass der Hüftkopf langsam aber sicher überall auseinanderbrechen und sich auflösen würde. Ein Leben an Krücken oder im Rollstuhl schien unausweichlich!

Am 09.05.1989 stellte ich mich bei Prof. Dr. Holz im Katharinenhospital vor. Im Wartezimmer las ich Dr. Margies Buch „Heilung durch sein Wort“. Prof. Holz bestätigte mir nur den Befund vom Leonberger Krankenkaus und meinte, wenn ich nicht mehr gehen könnte, würden sie mir ein Hüftgelenk einsetzen. Als ich zu Eva heimkam, war ich eigentlich sehr zuversichtlich. Nachdem die Ärzte offensichtlich nichts mehr für mich tun konnten, war ich nun ganz auf die Hilfe des Herrn angewiesen.

Am 11.05.1989 war ich in Esslingen-Zell auf einer Glaubensveranstaltung mit Reinhard Bonnke als Redner. Nach der Predigt hatte Reinhard Bonnke plötzlich den Eindruck – und ich betrachtete das als eine Eingebung Gottes - , dass er für diejenigen , die unter unheilbaren Knochenkrankheiten leiden, beten solle. … er zu den toten Gebeinen sprechen soll, daß sie leben“.

So bat er alle Betroffenen ihre Hand auf die kranke Stelle zu legen. Dann sprach er – im Vertrauen auf Gott - zu den toten Knochen, dass sie leben sollten.


4. Fast beschwerdefrei und sportlich aktiv 

Seitdem sind viele Jahre vergangen. Durch Gottes Gnade darf ich sagen, dass ich bis heute diesbezüglich nicht mehr beim Arzt war und fast beschwerdefrei gehen kann. Und nicht nur das: Im Jahre 2007 und 2008 bin ich Halbmarathon in Ulm gelaufen und seit fünf Jahren spiele ich wieder aktiv Tischtennis im Mannschaftssport.

 


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