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Dienstag, 18. November 2014

Gibt es übernatürliche Erscheinungen?




                                                 Foto ist von http://ww.bigfoto.com/

„Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und führte sie beiseite auf einen hohen Berg. Und ward verkläret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. ... Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt diese Erscheinung niemanden sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist.“ (Matthäus 17, 1-3 + 9)
  
Die Bibel erwähnt an verschiedenen Stellen solche Erscheinungen, beispielsweise auch das Erscheinen des Erzengels Gabriel bei Maria, der Mutter Jesu. Sind dies alles „Märchen“ aus uralter Zeit?
    Vor vielen Jahren kannte ich über ihre Töchter flüchtig Erna, eine damals vielleicht 50-jährigen Witwe. Und sie, eine an sich durch und durch normale und gutherzige Frau, erzählte mir einmal eine bemerkenswerte Geschichte.
     Ihr Mann war an Krebs erkrankt und die Ärzte gaben ihm nur noch wenig Zeit zu leben. Er, wie Erna ein gläubiger Christ, wollte dies keineswegs akzeptieren. Er fühlte sich zu jung zum Sterben und so bat er in inständigem Gebet Gott um Heilung.
    „Als ich eines Tages vom Einkaufen nach Hause kam,“ sagte Erna, „sah ich vom Flur aus unser Wohnzimmer hell erleuchtet. Aber von einer solchen strahlenden Helligkeit, dass es nicht von unseren Lampen kommen konnte. Ich wagte nicht das Zimmer zu betreten.“
    Später, als das Licht verschwunden war, tat sie es dann. Ihr Mann saß in seinem Lieblingssessel, schaute sie an und sagte: „Jesus war gerade hier. Er hat mir gesagt, dass ich meinen Kampf gegen den Krebs aufgeben solle. Er wolle mich heimholen.“ Der Mann starb einige Zeit später. 

In dem Zusammenhang möchte ich auch auf die Geschichte des ehemaligen Yogi Rabindranath R. Maharaj verweisen. Er hatte allen anderen Göttern abgeschworen, nachdem er JESUS als den wahren WEG zu Gott erkannt hatte .... er erlebte deshalb grosse Anfeindungen von seiten gläubiger Hindus ... als er diesbezüglich recht verzweifelt war und Jesus sein Leid geklagt hatte, passierte Folgendes: "Etwa um 2 Uhr morgens schüttelte mich jemand wach. Verwundert schlug ich die Augen auf und sah jemand in einem strahlenden Licht neben meinem Bett stehen. Hellwach setzte ich mich aufrecht hin und blickte auf die Gestalt. Es war Jesus ... Er streckte mir seine Hand entgegen und sagte: "Frieden! Meinen Frieden gebe ich dir!" Nach diesen Worten verschwand er und das Zimmer wurde wieder dunkel. ... Lange Zeit lag ich mit den Händen unter dem Kopf und freute mich in dem Herrn" ( S. 193 aus "Der Tod eines Guru" hier )

Und auch ich selber habe im Prinzip Ähnliches erlebt in der Nacht vor meiner Erwachsenentaufe:   "Danach nahm ich noch am Abendgottesdienst teil und kam erst gegen Mitternacht, reichlich geschlaucht und mit leichten Kopfschmerzen, nach Hause. Ich legte mich sofort Schlafen.
   Etwa eine Stunde später wachte ich plötzlich auf. Und war im Nu hellwach. Ich wusste ohne irgendeinen Zweifel, dass sich jemand im Raum befand. Die Gegenwart dieser Person war so stark spürbar, dass ich weder die Augen zu öffnen noch mich zu bewegen wagte. Instinktiv ging mir ein Gedanke durch den Kopf: Freund oder Feind?
     Im nächsten Augenblick berührte mich kurz und sanft eine Hand an der Stirn. Augenblicklich begann mich von Kopf bis Fuß ein warmer, wohliger Friedensstrom zu durchfluten. Und dann spürte ich, dass ich wieder alleine war.
    Als ich die Augen öffnete und im fahlen Halbdunkel umherschaute konnte ich nichts Ungewöhnliches entdecken. Niemand war da und nichts im Zimmer hatte sich verändert. Nichts zeugte von einiger vormaligen Anwesenheit einer anderen Person, außer – der mächtige Friedensstrom in mir." (Auszug aus meiner autobiografischen Geschichte "Freund oder Feind" hier


Leider kann ich zum Thema “Erscheinungen“ nicht unerwähnt sein lassen, dass Paulus vor dem „Engel des Lichts“ warnt: „Denn der Satan selbst tarnt sich als Engel des Lichts.“ ( 2. Korinther 11,14) So mag manche außerhalb der Bibel berichtete Engelerscheinung vielleicht dann doch eher diesen (dämonischen) Ursprungs sein.
     Im Übrigen hatten Menschen früherer Zeitalter – im Gegensatz zum heutigen modernen und aufgeklärten Menschen kein Problem mit „Erscheinungen“. In Shakespeares Macbeth treten im vierten Aufzug 1. Szene gleich mehrere (dämonische) „Erscheinungen“ auf und sagen ihm die Zukunft voraus. Und auch in Goethes Faust erscheint ihm im 1. Akt ein (dämonischer) Erdgeist. „Aber das ist doch alles nur Literatur, Fiktion, Phantasie!“, mag jetzt so mancher denken. Das stimmt schon, aber muss es darum „unrealistisch“ sein?
     
Es noch die “Quo vadis“ –Geschichte erwähnt. Ich zitiere aus Wikipedia: „Den apokryphen Petrusakten nach begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Christus und fragte ihn „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“) und erhielt zur Antwort „Venio Romam iterum crucifigi.“ („Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen“). Daraufhin kehrte Petrus um, wurde in Rom gefangengenommen und gekreuzigt.“
     Und die Geschichte des Apostels Paulus ist als "Damaskuserlebnis" ins kollektive Gedächtnis  eingegangen: hier

Ich möchte ermutigen solche Dinge nicht einfach als Phantastereien und Hirngespinste abzutun ... ich denke, dass sie darauf verweisen, dass es "zwischen Himmel und Erde mehr Dinge gibt als uns die normale schulweisheit glauben machen will" (Shakespeare)

Dienstag, 26. August 2014

Aus dem wundersamen Leben des heiligen Benedikt



 „Benedikt von Nursia 20020817“. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Benedikt_von_Nursia_20020817.jpg#mediaviewer/Datei:Benedikt_von_Nursia_20020817.jpg

Papst Gregor der Grosse (540-604) schrieb ein Buch über Leben und Wunder der Kirchenväter. Unter Anderem berichtete er über das Leben des heiligen Benedikt (480-547). Der hatte sich drei Jahre lang in eine einsame Höhle zurückgezogen gehabt und dort durch Askese und Geisselung seine leiblichen Begierden abzutöten versucht. Dann änderte ein Ereignis seine Lebensbahn. Aber lassen wir Papst Gregor zu Wort kommen: 

Nicht weit entfernt lag ein Kloster, dessen Abt gestorben war, und der ganze Konvent kam zu dem ehrwürdigen Benedikt und bat ihn inständig, er möge sein Vorsteher werden. Lange weigerte und sträubte er sich und sagte ihnen voraus, daß seine Lebensweise mit der ihrigen nicht harmonieren werde. Schließlich aber gab er auf ihr Bitten nach und sagte zu.
    Als er dann im Kloster über die Beobachtung der Regel wachte und keiner mehr wie früher durch unerlaubte Handlungen vom Weg des klösterlichen Lebens nach rechts oder links abweichen durfte, gerieten die Brüder in wahnsinnige Wut und klagten sich selbst an, daß sie ihn gebeten hatten, ihr Vorsteher zu werden; denn ihr verkehrter Sinn stieß sich an dem Muster seiner Geradheit.
     Da sie also sahen, daß ihnen unter ihm Unerlaubtes nicht mehr erlaubt war und es ihnen wehe tat, den gewohnten Weg zu verlassen, und es sie hart ankam, daß sie gezwungen würden, in ihrem alten Geist Neues zu betrachten, wie denn das Leben der Guten den bösen Sitten allezeit unbequem ist, unterstanden sich einige, über seinen Tod zu verhandeln, und taten ihm der Verabredung gemäß Gift in den Wein.
      Als nun das Glas, in welchem sich der Gifttrank befand, nach Klostersitte dem Abte, während er bei Tisch war, zur Segnung gebracht wurde, erhob Benedikt die Hand und machte das heilige Kreuzzeichen darüber, und das Glas, das doch weiter weggehalten wurde, zersprang auf dieses Zeichen hin; es zersplitterte so, wie wenn er auf den Todesbecher einen Stein geworfen und nicht das Kreuz darüber gemacht hätte.
     Sofort erkannte der Mann Gottes, daß der Becher einen Todestrank enthalten hatte, weil er das Zeichen des Lebens nicht ertragen konnte, erhob sich auf der Stelle, ließ die Brüder zusammenkommen und sprach zu ihnen mit sanfter Miene und ruhigen Herzens: „O Brüder, Gott der Allmächtige habe Erbarmen mit euch, warum habt ihr so etwas an mir tun wollen? Habe ich es euch nicht zuvor gesagt, daß meine und eure Sitten durchaus nicht zusammenpassen? Gehet und suchet euch einen Abt nach euren Sitten, denn mich könnt ihr von nun an nicht mehr haben.”
      Hierauf kehrte er an die Stätte seiner lieben Einsamkeit zurück und wohnte allein in sich unter den Augen des himmlischen Zuschauers. 

Diese wundersame Errettung vor dem Gifttode blieb aber nicht das einzige Wunder in seinem Leben. Gregor berichtete auch noch voneiner erfüllten Prophetie, die Benedikt dem Gotenkönig Totila gegeben hatte, nachdem der ihn zuvor erfolglos durch einen getürkten Ersatzmann zu täuschen versucht hatte:
„ Hierauf begab sich Totila selbst zu dem Manne Gottes. Als er ihn von weitem sitzen sah, wagte er nicht, sich ihm zu nähern, sondern warf sich zur Erde nieder. Zwei- bis dreimal sagte ihm der Mann Gottes: „Stehe auf!” Aber er wagte nicht, sich vor ihm vom Boden aufzurichten.
    Da würdigte sich Benedikt, der Diener Jesu Christi, in eigener Person zum König hinzugehen, hob ihn vom Boden auf, hielt ihm vor, was er begangen hatte, und sagte ihm mit wenigen Worten alle seine Geschicke voraus. Er sprach: „Viel Böses tust du, viel Böses hast du getan. Laß endlich einmal ab von deiner Bosheit! Ja, du wirst in Rom einziehen, über das Meer setzen, neun Jahre regieren und im zehnten sterben.”
     Als der König dies hörte, erschrak er sehr, bat ihn um sein Gebet, entfernte sich und war von dieser Zeit an weniger grausam. Nicht lange darauf zog er in Rom ein und begab sich nach Sizilien; im zehnten Jahre seiner Regierung aber verlor er durch Gericht des allmächtigen Gottes die Herrschaft zugleich mit dem Leben. 

Auch seinen eigenen Todestag soll Benedikt exakt vorausgesagt haben. Wer möchte kann dies dann hier im Zeitraffer noch einmal ansehen: